Anklage gegen Deutschland

Lieber Karl,

hiermit versenden wir eine

Anklage gegen Deutschland: Missachtung der internationalen Elternrechte

Die Inhaftierung deutscher Eltern (Salzkotten, NRW), die sich weigern, ihre Kinder an Schulunterrichtungen teilnehmen zu lassen, die ihre Glaubenserziehung unterlaufen, ist der spanischen Organisation Profesionales por la Etica Anlass, im Rahmen einer Petition die Beachtung der Rechte der Eltern, ihre Kinder gemäß ihrer eigenen Überzeugung zu erziehen, von Regierungen und Parlamenten in Europa einzufordern. Die Petition wurde von nationalen Organisationen verschiedener Länder gezeichnet. Die Petenten berufen sich auf mehrere internationale Konventionen, u. a. auf Art. 2 des 1. Zusatzprotokolls der Europäischen Menschenrechtskonvention. Dort heißt es:

"Der Staat hat bei der Ausübung der von ihm auf dem Gebiet der Erziehung und des Unterrichts übernommenen Aufgaben das Recht der Eltern zu achten, die Erziehung und den Unterricht entsprechend ihren eigenen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sicherzustellen."

Deutschland wird in der Petition aufgefordert, unverzüglich alle Eltern freizulassen und zu entschädigen, die derzeit angeklagt, verhaftet oder inhaftiert sind, weil sie ihre Kinder gemäß ihrer eigenen weltanschaulichen Überzeugungen erziehen wollen.

Das Ausland nimmt die Missachtung internationaler Elternrechte durch die deutschen Schulen und Gerichte wahr und fordert, die auch für Deutschland verbindlichen internationalen Rechtsnormen einzuhalten.

Dessen ungeachtet läuft die Inhaftierungswelle gegen die Eltern aus Salzkotten weiter. Gestern (15.03.11) wurden wiederum zwei Väter verhaftet und in Erzwingungshaft genommen, E. W. für 40 Tage, A. W. für 14 Tage. Sie haben sich auch unter Berufung auf den hier genannten Artikel der Europäischen Menschenrechtskonvention geweigert, ihre Kinder an der staatlichen Sexualerziehung bzw. an Theaterveranstaltungen der Grundschule, die ihre Glaubenserziehung unterlaufen, teilnehmen zu lassen. Die 8 bzw. 10 Kinder der Familien sind unter 13 Jahre alt; sie sind jetzt ohne ihre Väter, und die Mütter ohne Unterstützung ihrer Ehemänner.

Wir bitten, die Väter im Gefängnis und die Kinder und Mütter zu Hause durch Briefe etc. zu ermutigen und zu unterstützen.

Die Hausadressen sind:
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Die Adresse des Gefängnisses ist wie folgt:

Justizvollzugsanstalt Hamm
z. H. v. Herrn Artur (bzw. Eduard) Wiens
Bismarckstr. 5
59065 Hamm

Die Eltern bitten darum, ihre Namen und Adressen nicht im Internet zu veröffentlichen; die Namen kann man abgekürzt (auf den Anfangsbuchstaben) verwenden.


Schulunterricht zu Hause e.V. - SchuzH
Armin Eckermann, Vorsitzender

Charly  18.08.2015