Bittgesuch

Lieber Karl,,

nächsten Dienstag, den 29.07.08, um 14 Uhr findet die Gerichtsverhandlung für Gorbers statt. Es ist alles im Anhang beschrieben - in neuester Überarbeitung.

Es wäre gut, dem Richter das Bittgesuch (natürlich ohne Anschreiben - denn das ist nur für die Gläubigen)
per E-Mail zu schicken,
mit einem eigenen, persönlichen, kurzen, sachlich gehaltenen Anschreiben - also nicht emotionell vorwurfsvoll.

Seine Mail-Adresse ist:

Ruetten@AGUeberlingen.justiz.bwl.de


Herzliche Grüße
Christa Widmer

Ffm., den 25.07.08
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Christa Widmer
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Anschreiben zur Bittschrift wg Gorbers.doc
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Anschreiben zur Bittschrift

Christa Widmer

Feldbergblick 4

60437 Frankfurt

Datum: 16.07.2008

Liebe Geschwister,

es geht in dieser Bittschrift um die große Not der Familie Gorber aus Überlingen, der 6 ihrer

9 Kinder schon vor mehr als einem halben Jahr per Polizei-Überfall entrissen wurden und

seitdem in verschiedenen Kinder- und Jugendheimen staatlicherseits festgehalten werden –

ohne Grund, denn es besteht keinerlei Kindeswohlgefährdung! – Doch die Behörden erfanden

selbst Gründe für dieses Verbrechen!

Es handelt sich bei den Gorbers um eine bibeltreue, ernsthaft gläubige, konservative

Familie, die von den Nachbarn als „religiöse Spinner“ und Fundamentalisten betrachtet

werden, weil sie evangelisieren und ihre Kinder zu Hause unterrichten, was auch bei ihnen

nachweislich von gutem Erfolg geprägt ist. – Fam. Gorber war eine sehr glückliche Familie;

das Jugendamt nannte sie bei seinem letzten Besuch vor 2 Jahren wahrheitsgetreu eine „Insel

der Glückseligen“. Die Eltern führen eine harmonische, von Liebe geprägte Ehe. Aber

für unsere postmoderne Gesellschaft ist eine solch intakte Familie ein Fremdkörper: eine

Mutter, die ihre gottgegebene „Berufung“ zum „Mutter“sein nicht als einen Job betrachtet,

sondern als Lebensaufgabe, und die ihrem Mann willig untertan ist, anstatt sich außerhalb

des Hauses selbst zu verwirklichen, und die auch ihre Kinder in biblischer Weise mit Liebe

und Gottesfurcht erzieht. Das ist dem feministisch geprägten Jugendamt und der von ihm

gestellten Rechtsanwältin der Kinder offensichtlich zuwider. Sie beanstanden sogar, dass die

Kinder die Glaubenseinstellung der Eltern kritiklos übernommen haben.

In der Schule, die zu dem Kinderheim gehört, werden die Gorber-Kinder in den Pausen

von den anderen Heimkindern, die i.Allg. alle verhaltensgestört sind, traktiert; weil sie sich

wehren müssen, sind sie etwas rebellisch geworden. Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.

Die Gorber-Kinder sollten so schnell wie möglich nach Hause entlassen werden. Das möchten

wir hiermit erreichen. Möge Gott Gnade dazu schenken!

Am 29.07.08 findet um 14.00 Uhr die nächste Gerichtsverhandlung in Überlingen statt.

Die Behörden spekulieren darauf, dass die Mutter psychisch instabil sei. Sicher hat sie ihre

Anfechtungen und Kämpfe – unter diesen traurigen Umständen; doch der Herr stärkt sie

immer wieder. Bitte betet alle für die Eltern, dass sie klar und sachlich argumentieren können.

Wer es möglich machen und die Verhandlung besuchen kann, ist willkommen. Sicher ist eine

zahlreiche Präsenz für die Familie ermutigend.

Möchten wir mit Gottes Hilfe durch Briefe und Unterschriften das Herz des Richters und der

Behördenvertreter bewegen, dass sie die heimwehkranken, wohlerzogenen Kinder endlich

aus dem Milieu des Heimes heraus zu ihren Eltern zurücklassen – und zwar noch vor dem

28.07.08, sonst werden sie nämlich von der Heimleitung zu den Ferienlagern ins europäische

Ausland mitgenommen – gemeinsam mit den verhaltensgestörten Heimkindern! Das wäre

eine Katastrophe! Einer der Erzieher deutete schon auf die besorgten Fragen der Eltern hin

an: „Herumfummeln ist erlaubt – und sonst wird nichts passieren...“ Wir können uns denken,

was das bedeutet. – Die Eltern Gorber möchten ihre Kinder unter allen Umständen sauber in

die Ehe entlassen! Sie nehmen ihre Verantwortung vor Gott auch diesbezüglich sehr ernst.
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Bitte senden Sie die Unterschriften bis zum 22.07.08 per Fax zu mir: Tel/Fax: 06101/43275.

Ich schicke dann alles per Post dem Richter zu (und den anderen, das Verfahren betreffenden

Ämtern).

Herzliche Grüße

Christa Widmer
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Initiative

für die Freigabe der 6 Kinder der Fam. Gorber aus Überlingen:

Sarai – 17 Jahre, Prisca – 15 Jahre, Thea – 12 Jahre, Esther – 10 Jahre,

Rebecca – 7 Jahre, David – 3 Jahre,

und um Rückübertragung des Sorgerechts an die Eltern Gorber

Kontaktadresse: Christa Widmer, Feldbergblick 4, 60437 Frankfurt, Tel.: 06101/ 43275

Bittgesuch

Datum: 14.07.2008

Amtsgericht – Familiengericht

Herrn Richter Gerhard Völk

Bahnhofstr. 8

88662 Überlingen

Sehr geehrter Herr Richter Völk,

gewiss versuchen auch Sie, Ihr Richteramt nach bestem Wissen und Gewissen auszuüben,

um für jeden nach den Normen unseres Grundgesetzes recht zu richten. Unser Völk kann sich

glücklich schätzen, dass die Grundlage unseres Grundgesetzes die Gebote Gottes sind. Wohl

dem Richter, der das Gesetz recht handhabt!

Sie haben am 29.07.08 für das Ehepaar Gorber zu entscheiden, ob ihre 6 Kinder, die sich seit

dem 16.01.08 im Kinder- bzw. Jugendheim befinden, wieder zu ihren Eltern zurück dürfen.

Der Jüngste davon ist der 3-jährige David!

Was war der Grund, diese Kinder ins Kinder- und Jugendheim einzuweisen? Dazu will ich

kurz nach Befragung der Eltern, und zwar jedes einzelnen Elternteils, auch in Abwesenheit

des andern, durch viele mehrstündige Gespräche und Einsicht in die Akten Stellung nehmen.

Mutter Gorber war mit dem 9. Kind schwanger und litt seit dem 06.01.08 an einer

Schwangerschafts-Diabetes mit Auswirkungen auf ihre Psyche. Sie kam deshalb für einige

Wochen ins Krankenhaus. – Als ihr Mann sie in den ersten Tagen nach der Einweisung dort

besuchte, erschienen in seiner Abwesenheit 20 Polizisten und 9 Vertreter des Jugendamtes,

umstellten das ganze Viertel, in dem die Familie wohnt, riegelten die Straße ab, als wenn es

sich um ein Terroristennest handeln würde, und nahmen alle Kinder von Fam. Gorber weg,

obwohl Mirjam, die 21jährige Älteste, beteuerte, sie habe gelernt, die Hauswirtschaft und

die Kinder zu versorgen; sie erhielt die Antwort, sie sei nicht die Haushälterin des Vaters, sie

könne außerhalb des Hauses einen Beruf ausüben. Man packte die vor Angst schreiende 7-

jährige Rebecca um den Oberkörper, schleifte sie über den Hof und stopfte sie gemeinsam mit

ihren Geschwistern ins Auto. Auch der 3jährige David schrie, klammerte sich an Mirjam und

ließ sie nicht mehr los, bis er im Kinderheim war und seine Kraft erschlaffte. Mirjam durfte

mit ihrem 20jährigen Bruder Benjamin wieder nach Hause zurück, weil sie schon volljährig

sind.
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Der Vater ist selbstständiger Schreiner, arbeitet also zu Hause; darum wären auch in

Abwesenheit der Mutter die kleineren Geschwister nie unbeaufsichtigt gewesen. Die

Kinder hatten alle miteinander gelernt, gemeinsam mit den Eltern im Teamwork die täglich

anfallenden Arbeiten zu erledigen; die Versorgung wäre also kein Problem gewesen. Wegen

dieser schönen Zusammenarbeit war für die Mutter der Hausunterricht, den sie erteilte, keine

zu große Belastung.

Eine Nachricht mit dem Grund der Heimeinweisung wurde dem Vater schriftlich – auf dem

Küchentisch – hinterlassen, von Ihnen, Herr Richter Völk, unterschrieben: ein Polizist aus

der Nachbarschaft hatte dem Jugendamt mitgeteilt, der Vater sei psychisch labil, und es

bestehe jetzt, wo die Mutter nicht da sei, die Gefahr eines erweiterten Selbstmordes – d.h.: er

könnte womöglich alle seine Kinder umbringen und anschließend sich selbst. Um wohl nun

die Reaktion des Vaters auf die erschreckende Situation – das ganze Haus war entvölkert!

– beobachten zu können und ihn ggf. sogleich in die Psychiatrie zu stecken, kamen die

Polizisten nach der Heimeinweisung der Kinder zurück. Doch der Verdacht des benachbarten

Polizisten wurde klar widerlegt: Herr Gorber reagierte völlig gefasst; er war offensichtlich

der Situation gewachsen – sonst hätten ihn die Polizisten wohl in die Psychiatrie gebracht.

Herr Gorber war aber keineswegs ausgerastet. – Doch seine Kinder wurden dennoch im

Heim festgehalten – nun schon seit über einem halben Jahr! – und gegen ihren ausdrücklich

bekundeten Wunsch und Willen.

Ihr Motiv, eine Familientragödie zu verhindern, ist gut; doch nun müssten Sie auch erkennen,

welch eine Familientragödie anderer Art durch diese Aktion entstanden ist.

Als es erwiesen war, dass der Vater psychisch stabil ist, suchten die Behörden einen anderen

Grund für die Kindeswegnahme: Da diese Kinder bisher – mit Wissen und Duldung des

Schulamtes – im häuslichen Unterricht ihre Schulbildung vermittelt bekamen, statt in die

Schule zu gehen, sei das Kindeswohl gefährdet. Die Eltern hatten jedoch bis vor kurzem

einen guten Kontakt zum Jugendamt; sie hatten immer wieder ihre Bereitschaft gezeigt,

die Kinder begutachten zu lassen. Sie hatten das Jugendamt eingeladen, um nach dem

Wohl ihrer Kinder zu sehen, und das Jugendamt war auch manchmal gekommen, das letzte

Mal vor 2 Jahren. Damals sagten die Vertreter dieses Amtes: „Ihr seid ja die Insel der

Glückseligen! Da brauchen wir wirklich keine Sorge um das Kindeswohl zu haben; wir sehen

selten so glückliche Kinder. Wenn es allen so gut ging, wären wir zufrieden.“ Es war also

offensichtlich klar, dass die Kinder von ihrer Mutter gut gebildet und sozialisiert wurden.

Darum wurde der Hausunterricht seither vom Schulamt geduldet.

Doch jetzt plötzlich soll der Hausunterricht das Kindeswohl gefährden? Dabei wird

Homeschooling in allen europäischen Ländern – außer in Deutschland – und in der ganzen

freien Welt (außer in Diktaturen) mit mehr oder weniger staatlicher Unterstützung geduldet

oder sogar gefördert, weil diese Bildungsart eine gute Alternative zur staatlichen Schule

darstellt. Erst seit 1938 wurde die Schulbesuchspflicht in Deutschland ohne Ausnahme

durchgesetzt, weil man alle Kinder unter die Ideologie des Dritten Reiches, also in die

Staatserziehung, zwingen wollte. Muss man hier nicht eine Parallele zum heutigen

strafbewehrten Schul-zwang ziehen? Muss man nicht auch heute befürchten, dass unsere

Kinder aus ähnlichen Gründen (immer früher, schon mit 3 Jahren!) dem Staat zur Erziehung

übergeben werden müssen, weil der Staat gemäß dem Wunsch von Olaf Scholz „die

Lufthoheit über den Kinderbetten“ will? –
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Den Eltern wurde in den ersten 4 Wochen nach der Heimeinweisung ihrer Kinder nicht

erlaubt, sie zu besuchen, mit der Begründung, man müsse zuerst die Kinder beobachten, um

sicher zu gehen, dass sie auch wirklich keinen Schaden hätten; das könne man nur feststellen,

wenn sie von den Eltern ferngehalten würden. – Wie grausam, wenn man bedenkt, wie klein

diese Kinder z.T. noch sind (der Jüngste 3-jährig!).

Die Gorber-Kinder wurden auf Anordnung des Gerichts von einer Praxisgemeinschaft für

Jugend- und Kinderpsychiatrie 2-5mal begutachtet und getestet. Das Gutachten sollte zwei

Fragen beantworten:

1. In welchem Umfang bleibt der Entwicklungsstand der Kinder hinter dem gleichaltriger

Kinder zurück?

Das Ergebnis lautete in der Zusammenfassung des Gutachtens für die Kinder (ebd., S.

57): „Aufgrund der ausführlichen Testdiagnostik, des persönlichen Eindrucks aller 6 Kinder

sowie der Diskussion der vorhandenen Ergebnisse ist zu konstatieren, dass alle Kinder

bezüglich ihrer kognitiven Entwicklung ihrem Altersstand entsprechen“; bei einem der

Kinder wurde eine „herausragende intellektuelle Leistungsfähigkeit“ bemerkt. Weiter heißt

es (ebd.): „Im Sozialverhalten haben alle Kinder altersgerechte Vorstellungen, die besonders

friedfertig – allerdings stark ‚schwarz-weiß’ geprägt sind, im Sinne einer eindeutigen

Orientierung an den vorgegebenen elterlichen Normen.“ – Das Allgemeinbefinden der Kinder

wurde als psychisch stabil erkannt. Sie hatten ihre Familie als positiv erlebt und wollten so

schnell wie möglich wieder nach Hause, was sie auch in den Tests schriftlich dokumentiert

haben – als ihren größten Wunsch. Durch die Tests ist bewiesen, dass die Kinder in einer

harmonischen, von Liebe getragenen Atmosphäre aufgewachsen sind. – Es handelt sich bei

den Gorbers um eine glückliche Familie – bis zur Erkrankung ihrer Mutter, die jedoch längst

wieder genesen ist. Noch am Tag der Wegnahme der Kinder hatten sie zuvor ihre Tiere

versorgt (Meerschweinchen, usw.) und gestreichelt; der älteste Bruder hatte seine Geschwister

an dem Nachmittag noch fotografiert, ohne zu ahnen, dass er sie sogleich verlieren würde.

Selbst die Gutachterin schreibt: „Bezüglich der erzieherischen Methoden wird von allen

Kindern ein sehr harmonisches Familiensystem präsentiert, Streit und Widersetzlichkeiten

sind so gut wie nicht existent, alles wird in größtmöglicher Harmonie geklärt.“

– Es gab also offensichtlich kein Zurückbleiben hinter dem Entwicklungsstand ihrer

Altersgenossen. Wozu musste dann noch als zweite Frage folgen:

2. Welche Maßnahmen sind notwendig und geeignet, um einen Entwicklungsrückstand

aufzuholen...?

Die Beantwortung dieser Frage sollte sich in Anbetracht der guten Testergebnisse erübrigen.

Es gab ja keinen Entwicklungsrückstand nachzuholen.

Das Gutachten beweist m.E., dass die Kinder keinen nennenswerten Mangel aufweisen,

weder im Wissensbereich noch im Bereich der Sozialen Kompetenz. Spätzünder gibt es in

jeder Familie, auch bei den Gorbers; der Älteste war auch ein Spätzünder gewesen, doch

hatte er alle Defizite später sehr gut nachgeholt und war in der Berufsschule – wie auch seine

älteste Schwester – dem Lehrer eine Freude und eine Hilfe, was er den Eltern bezeugte. –

Der 7jährigen Rebecca hat die Wegnahme aus dem Elternhaus sehr zu schaffen gemacht;

deshalb ist sie mit dem Lernen zurückgefallen. Sie konnte schon gut lesen und schreiben

(schon mit 5 Jahren!). Jetzt hat man sie wieder in die 1. Klasse zurückgestuft. – Es gibt so
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Charly  21.08.2015