Entführung von 6 Kindern

Lieber Karl,

das ist ein Skandal und eine große Tragödie: Seit mehr als einem halben Jahr sind 6 Kinder einer ehemals glücklichen, harmonischen Familie in Kinder- und Jugendheimen. Die Eltern, tiefgläubige Bibelchristen, wurden von Nachbarn verleumdet. Näheres steht im Anhang. - Da am 29.07.08 wieder eine Gerichtsverhandlung in Überlingen stattfindet, sollten möglichst viele Unterschriften zu meiner Bittschrift hinzugefügt werden.

Ich bitte um Verbreitung meiner Bittschrift und um Sammlung von Unterschriften, die dann per Fax bis zum 22.07.08 bei mir eingehen sollten, damit ich sie dem Richter, dem Landrat, dem Jugendamt und der Polizei von Überlingen zuschicken kann. Meine Fax-Nr. ist im Anschreiben vermerkt.

Die Familie sollte im Gebet unterstützt werden, besonders während der Gerichtsverhandlung, damit die Kinder endlich zurückgegeben werden - noch bevor der Kleinste, der 3-jährige David, den Eltern völlig entfremdet ist. Die Kinder sehnen sich nach Hause.


Herzliche Grüße mit Ps. 9,5
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Christa Widmer
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2008-07-13 Bittschrift für Gorbers - Endfassg.doc
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Bittgesuch

für die Freigabe der 6 Kinder der Fam. Gorber aus Überlingen:

Sarai – 17 Jahre, Prisca – 15 Jahre, Thea – 12 Jahre, Esther – 10 Jahre,

Rebecca – 7 Jahre, David – 3 Jahre,

sowie für das Ehepaar Gorber um Rückziehung des Antrags auf Teil-Sorgerechtsentzug

Kontaktadresse: Christa Widmer, Feldbergblick 4, 60437 Frankfurt, Tel.: 06101/ 43275

Datum: 14.07.2008

Amtsgericht – Familiengericht

Herrn Richter Gerhard Völk

Bahnhofstr. 8

88662 Überlingen

Sehr geehrter Herr Richter Völk,

gewiss versuchen auch Sie, Ihr Richteramt nach bestem Wissen und Gewissen auszuüben,

um für jeden nach den Normen unseres Grundgesetzes recht zu richten. Unser Volk kann sich

glücklich schätzen, dass die Grundlage unseres Grundgesetzes die Gebote Gottes sind. Wohl

dem Richter, der das Gesetz recht handhabt!

Sie haben am 29.07.08 für das Ehepaar Gorber zu entscheiden, ob ihre 6 Kinder, die sich seit

dem 16.01.08 im Kinder- bzw. Jugendheim befinden, wieder zu ihren Eltern zurück dürfen.

Der Jüngste davon ist der 3-jährige David!

Was war der Grund, diese Kinder ins Kinder- und Jugendheim einzuweisen? Dazu will ich

kurz die Vorgeschichte beschreiben.

Mutter Gorber war mit dem 9. Kind schwanger und litt seit dem 06.01.08 an einer

Schwangerschafts-Diabetes. Sie kam deshalb für einige Wochen ins Krankenhaus. Dies war

offenbar für die Behörden der letzte Auslöser, um die Familie auseinanderzureißen. – Als

ihr Mann sie in den ersten Tagen nach der Einweisung dort besuchte, erschienen in seiner

Abwesenheit 20 Polizisten und 9 Vertreter des Jugendamtes, umstellten das ganze Viertel,

in dem die Familie wohnt, riegelten die Straße ab, als wenn es sich um ein Terroristennest

handeln würde, und nahmen alle Kinder von Fam. Gorber weg, obwohl Mirjam, die 21jährige

Älteste, beteuerte, sie habe gelernt, die Hauswirtschaft und die Kinder zu versorgen; sie

erhielt die Antwort, sie sei nicht die Haushälterin des Vaters, sie könne außerhalb des Hauses

einen Beruf ausüben. Man packte die 7-jährige Rebecca um den Bauch, schleifte sie über

den Hof und stopfte sie gemeinsam mit ihren Geschwistern ins Auto. Der 3jährige David

klammerte sich an Mirjam und ließ sie nicht mehr los, bis er im Kinderheim war und seine

Kraft erschlaffte. Mirjam durfte mit ihrem 20jährigen Bruder Benjamin wieder nach Hause

zurück, weil sie schon volljährig sind. – Der Vater ist selbstständiger Schreiner, arbeitet

also zu Hause; darum wären auch in Abwesenheit der Mutter die kleineren Geschwister nie

unbeaufsichtigt gewesen. Die Kinder hatten alle miteinander gelernt, gemeinsam mit den

Eltern im Teamwork die täglich anfallenden Arbeiten zu erledigen; die Versorgung wäre
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also kein Problem gewesen. Wegen dieser schönen Zusammenarbeit war für die Mutter der

Hausunterricht, den sie erteilte, keine zu große Belastung.

Eine Nachricht mit dem Grund der Heimeinweisung wurde dem Vater schriftlich – auf dem

Küchentisch – hinterlassen, vom Richter unterschrieben: ein Polizist aus der Nachbarschaft

hatte dem Jugendamt mitgeteilt, der Vater sei psychisch labil, und es bestehe jetzt, wo die

Mutter im Krankenhaus sei, die Gefahr eines erweiterten Selbstmordes – d.h.: er könnte

womöglich alle seine Kinder umbringen und anschließend sich selbst. Um nun die Reaktion

des Vaters auf die erschreckende Situation – das ganze Haus war entvölkert! – beobachten

zu können und ihn ggf. sogleich in die Psychiatrie zu stecken, kamen die Polizisten nach

der Heimeinweisung der Kinder zurück. Doch der Verdacht des benachbarten Polizisten

wurde klar widerlegt: Herr Gorber reagierte völlig gefasst; er war offensichtlich der Situation

gewachsen. Er konnte den versammelten Polizisten so ins Gewissen reden, dass sie alle wie

ein geschlagener Hund, mit schlechtem Gewissen, das Haus verließen, in der Erkenntnis, dass

sie sich geirrt hatten. Herr Gorber war keineswegs ausgerastet.

Ihr Motiv, eine Familientragödie zu verhindern, ist gut; doch nun müssten Sie auch erkennen,

welch eine Familientragödie anderer Art durch diese Aktion entstanden ist.

Als es erwiesen war, dass der Vater psychisch stabil ist, suchten die Behörden einen anderen

Grund für die Kindeswegnahme: Da diese Kinder bisher im häuslichen Unterricht ihre

Schulbildung vermittelt bekamen, statt in die Schule zu gehen, sei das Kindeswohl gefährdet.

Die Eltern hatten jedoch bis vor kurzem einen guten Kontakt zum Jugendamt; sie hatten

immer wieder ihre Bereitschaft gezeigt, die Kinder begutachten zu lassen. Sie hatten das

Jugendamt eingeladen, um nach dem Wohl ihrer Kinder zu sehen, und das Jugendamt war

auch manchmal gekommen, das letzte Mal vor 2 Jahren. Damals sagten die Vertreter dieses

Amtes: „Ihr seid ja die Insel der Glückseligen! Da brauchen wir wirklich keine Sorge um

das Kindeswohl zu haben; wir sehen selten so glückliche Kinder. Wenn es allen so gut ging,

wären wir zufrieden.“ Es war also offensichtlich klar, dass die Kinder von ihrer Mutter gut

gebildet und sozialisiert wurden. Darum wurde der Hausunterricht seither vom Jugendamt

geduldet.

Doch nun gab das Jugendamt den Hausunterricht als Kindeswohlgefährdung an. Dabei

wird Homeschooling in allen europäischen Ländern – außer in Deutschland – und in der

ganzen freien Welt (außer in Diktaturen) mit mehr oder weniger staatlicher Unterstützung

geduldet oder sogar gefördert, weil diese Bildungsart eine gute Alternative zur staatlichen

Schule darstellt. Erst seit 1938 wurde die Schulbesuchspflicht in Deutschland ohne

Ausnahme durchgesetzt, weil man alle Kinder unter die Ideologie des Dritten Reiches, also

in die Staatserziehung, zwingen wollte. Muss man hier nicht eine Parallele zum heutigen

strafbewehrten Schulzwang ziehen? Muss man nicht auch heute befürchten, dass unsere

Kinder aus ähnlichen Gründen (immer früher, schon mit 3 Jahren!) dem Staat zur Erziehung

übergeben werden müssen, weil der Staat gemäß dem Wunsch von Olaf Scholz „die

Lufthoheit über den Kinderbetten“ will? –

Den Eltern wurde in den ersten 4 Wochen nach der Heimeinweisung ihrer Kinder nicht

erlaubt, sie zu besuchen, mit der Begründung, man müsse zuerst die Kinder beobachten, um

sicher zu gehen, dass sie auch wirklich keinen Schaden hätten; das könne man nur feststellen,

wenn sie von den Eltern ferngehalten würden. – Wie grausam, wenn man bedenkt, wie klein

diese Kinder z.T. noch sind (der Jüngste 3-jährig!).
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Die Gorber-Kinder wurden im Kinderheim 2-5mal getestet und begutachtet, doch man

konnte keinen nennenswerten Mangel erkennen, weder in der Wissens- noch in der Sozialen

Kompetenz, was man offensichtlich nicht zugeben wollte, denn sonst hätte man sie doch

wieder nach Hause gelassen. Die Kinder bestanden i.Allg. die Tests sehr gut; man musste

ihnen bescheinigen, dass sie den Kindern der Staatsschule i.Allg. nicht nachstanden,

sondern einige der Kinder waren sogar besser gefördert (z.B. Thea und Sarai; sie sind

überdurchschnittlich begabt). Spätzünder gibt es in jeder Familie, auch bei den Gorbers;

der Älteste war auch ein Spätzünder gewesen, doch hatte er alle Defizite später sehr gut

nachgeholt und war in der Berufsschule – wie auch seine älteste Schwester – dem Lehrer

eine Freude und eine Hilfe, was er den Eltern bezeugte. – Der 7jährigen Rebecca hat die

Wegnahme aus dem Elternhaus sehr zu schaffen gemacht; deshalb ist sie mit dem Lernen

zurückgefallen. Sie konnte schon gut lesen und schreiben (schon mit 5 Jahren!). Jetzt hat

man sie wieder in die 1. Klasse zurückgestuft. – Es gibt so verschiedene Begabungen in einer

Großfamilie; manche Kinder sind mehr praktisch begabt, andere wiederum mehr theoretisch.

Das Allgemeinbefinden der Kinder wurde als psychisch stabil erkannt, denn sie hatten ihre

Familie als positiv erlebt und wollten so schnell wie möglich wieder nach Hause, was sie auch

in den Tests schriftlich dokumentiert haben – als ihren größten Wunsch.

Aber – warum ließ man die Gorber-Kinder trotzdem nicht nach Hause, auch als die Mutter

nach den 5 Wochen Krankenhaus-Aufenthalt und der Entbindung längst wieder daheim war

und gesund ist?

Sie, Herr Richter Völk, hatten bei der vorigen Gerichtsverhandlung als Bedingung zur

Rückgabe der Kinder angegeben:

1. Die Kinder sollten zuvor alle in der Schule angemeldet werden, und

2. von den Eltern sollte ein psychiatrisches Gutachten auf ihre Erziehungsfähigkeit gemacht

werden.

Zu 1. Das Ehepaar Gorber hat schon seit ca. 6 Wochen die Kinder in der Schule angemeldet.

Zu 2. Die Eltern verwehrten sich, dass man sie auf ihre Erziehungsfähigkeit hin psychiatrisch

untersuchen wollte, weil keinerlei Anhaltspunkte bestehen für die Annahme, sie seien

nicht erziehungsfähig. Im Gegenteil! Die sämtlichen oben beschriebenen Tests beweisen,

dass die Kinder alle gut erzogen sind. Außerdem ist es ein Eingriff in die Privatsphäre

der Eltern und in ihr Persönlichkeitsrecht, was man hier fordert. – Falls als Grund zum

Erzwingen eines psychiatrischen Gutachtens die im Januar aufgetretene Krankheit der Mutter

(Schwangerschafts-Diabetes) angegeben wird, so ist es erwiesen, dass dies längst überstanden

ist. Die Mutter ist wieder gesund. Auch das Trauma der Wegnahme ihrer 6 Kinder hat sie

mittlerweile verkraftet; den Haushalt kann sie wieder vollauf bewältigen. Das ist wirklich ein

Wunder; welche Mutter könnte so etwas verkraften?! Sie hat gelernt, mit dem Schmerz zu

leben.

Zu der Frage der Erziehungsfähigkeit muss man doch nur einmal die Fakten anschauen, die

diese Familie auszeichnen: Die Kinder sind nachweislich gut erzogen; das bestätigten auch

die Erzieher in den Kinder- und Jugendheimen, als ihnen die Gorber-Kinder gebracht wurden.

Die Erzieher wunderten sich über diese wohlerzogenen Kinder; sie sagten damals, zwischen

diesen und den anderen Kindern sei ein Unterschied – wie zwischen Tag und Nacht. Das

ist leicht verständlich, denn die Kinder, die normalerweise ins Heim eingewiesen werden,

kommen aus zerrütteten Familienverhältnissen. Und dazu muss man einmal bedenken, dass
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Anschreiben zur Bittschrift wg Gorbers.doc wird angezeigt.



Liebe Geschwister,

es geht in dieser Bittschrift um die große Not der Familie Gorber aus Überlingen, der 6 ihrer

9 Kinder schon vor mehr als einem halben Jahr per Polizei-Überfall entrissen wurden und

seitdem in verschiedenen Kinder- und Jugendheimen staatlicherseits festgehalten werden –

ohne Grund, denn es besteht keinerlei Kindeswohlgefährdung! – Doch die Behörden erfanden

selbst Gründe für dieses Verbrechen!

Es handelt sich bei den Gorbers um eine bibeltreue, ernsthaft gläubige, konservative

Familie, die von den Nachbarn als „religiöse Spinner“ und Fundamentalisten betrachtet

werden, weil sie evangelisieren und ihre Kinder zu Hause unterrichten, was auch bei ihnen

nachweislich von gutem Erfolg geprägt ist. – Fam. Gorber war eine sehr glückliche Familie;

das Jugendamt nannte sie bei seinem letzten Besuch vor 2 Jahren wahrheitsgetreu eine „Insel

der Glückseligen“. Die Eltern führen eine harmonische, von Liebe geprägt Ehe. Aber für

unsere postmoderne Gesellschaft ist eine solch intakte Familie ein Fremdkörper: eine

Mutter, die ihre gottgegebene „Berufung“ zum „Mutter“sein nicht als einen Job betrachtet,

sondern als Lebensaufgabe, und die ihrem Mann willig untertan ist, anstatt sich außerhalb

des Hauses selbst zu verwirklichen, und die auch ihre Kinder in biblischer Weise mit Liebe

und Gottesfurcht erzieht. Das ist dem feministisch geprägten Jugendamt und der von ihm

gestellten Rechtsanwältin der Kinder offensichtlich zuwider. Sie beanstanden sogar, dass die

Kinder die Glaubenseinstellung der Eltern kritiklos übernommen haben.

In der Schule, die zu dem Kinderheim gehört, werden die Gorber-Kinder in den Pausen

von den anderen Heimkindern, die i.Allg. alle verhaltensgestört sind, traktiert; weil sie sich

wehren müssen, sind sie etwas rebellisch geworden. Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.

Die Gorber-Kinder sollten so schnell wie möglich nach Hause entlassen werden. Das möchten

wir hiermit erreichen. Möge Gott Gnade dazu schenken!

Am 29.07.08 findet um 14.00 Uhr die nächste Gerichtsverhandlung in Überlingen statt.

Die Behörden spekulieren darauf, dass die Mutter psychisch instabil sei. Sicher hat sie ihre

Anfechtungen und Kämpfe – unter diesen traurigen Umständen; doch der Herr stärkt sie

immer wieder. Bitte betet alle für die Eltern, dass sie klar und sachlich argumentieren können.

Wer es möglich machen und die Verhandlung besuchen kann, ist willkommen. Sicher ist eine

zahlreiche Präsenz für die Familie ermutigend.

Möchten wir mit Gottes Hilfe durch Briefe und Unterschriften das Herz des Richters und der

Behördenvertreter bewegen, dass sie die heimwehkranken, wohlerzogenen Kinder endlich

aus dem Milieu des Heimes heraus zu ihren Eltern zurücklassen – und zwar noch vor dem

28.07.08, sonst werden sie nämlich von der Heimleitung zu den Ferienlagern ins europäische

Ausland mitgenommen – gemeinsam mit den verhaltensgestörten Heimkindern! Das wäre

eine Katastrophe! Einer der Erzieher deutete schon auf die besorgten Fragen der Eltern hin

an: „Herumfummeln ist erlaubt – und sonst wird nichts passieren...“ Wir können uns denken,

was das bedeutet. – Die Eltern Gorber möchten ihre Kinder unter allen Umständen sauber in

die Ehe entlassen! Sie nehmen ihre Verantwortung vor Gott auch diesbezüglich sehr ernst.
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Bitte senden Sie die Unterschriften bis zum 22.07.08 per Fax zu mir: Tel/Fax: 06101/43275.

Ich schicke dann alles per Post dem Richter zu (und den anderen, das Verfahren betreffenden

Ämtern).

Herzliche Grüße

Christa Widmer
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Anschreiben zur Bittschrift wg Gorbers.doc wird angezeigt.

Charly  21.08.2015