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Charly

Peter und Paul

Kriegsdienst

Eph.6,12

Peter

Kriegsdienst ist in der Bibel verordnet. Es gibt Kriege, sogar über Generationen hinweg.
2.Mo 17:16 Und er sprach: Denn die Hand ist am Throne Jahs: Krieg hat JHWH wider Amalek von Geschlecht zu Geschlecht!

Paul

Aber es sind doch Kriege Gottes, so jedenfalls der von dir genannte Vers.

Peter

Alle Kriege sind Kriege Gottes.
Röm 13:1 Jede Seele unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten; denn es ist keine Obrigkeit, außer von Gott, und diese, welche sind, sind von Gott verordnet.
Und wer sich weigert Soldat zu werden bekommt sein Urteil.
Röm 13:2 Wer sich daher der Obrigkeit widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil über sich bringen.


Paul

Natürlich haben wir das Gebot, der Regierung zu gehorchen. Wie verstehst du aber folgenden Vers?
Apg 5:29 Petrus und die Apostel aber antworteten und sprachen: Man muß Gott mehr gehorchen als Menschen.

Peter

Im vorliegenden Fall ging es um Mission. Ja, da müssen wir uns widersetzen. Aber Kriegsdienst ist etwas völlig anders. Da wird sogar Rache geboten.
4.Mo 31:2 Übe Rache für die Kinder Israel an den Midianitern; danach sollst du zu deinen Völkern versammelt werden.

Paul

Der Herr Jesus sagt:
Mt 5:43 Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Mt 5:44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen,


Peter

Ja natürlich. Die Worte unseres Herrn sind verbindlich. Aber das giltet nicht für Krieg. Schau was über Feinde geschrieben steht.
3.Mo 26:7 Und ihr werdet eure Feinde jagen, und sie werden vor euch fallen durchs Schwert;

Paul

Ich möchte auf den letzten Weltkrieg ansprechen. Ein Töten zwischen Deutschen und Russen. Wenn da Christen dabei waren, haben die sich dann gegenseitig umgebracht? Der Eine war ja Feind des Anderen.

Peter

Solches ist sicherlich passiert.

Paul

Und... das war richtig so? Tschuldige Bruder, aber die Obrigkeit sagt´s: Bumm.

Peter

Daß Christen ihren jeweiligen Feinden nachjagen habe ich bereits bewiesen. Christen haben für ihr Volk zu kämpfen.

Paul

Christen sind Fremdlinge in dieser Welt.
1.Pet 2:11 Geliebte, ich ermahne euch als Fremdlinge und als die ihr ohne Bürgerrecht seid, daß ihr euch enthaltet von den fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten,

Heb 11:13 Diese alle sind im Glauben gestorben und haben die Verheißungen nicht empfangen, sondern sahen sie von ferne und begrüßten sie und bekannten, daß sie Fremdlinge und ohne Bürgerschaft auf der Erde seien.
Heb 11:14 Denn die solches sagen, zeigen deutlich, daß sie ein Vaterland suchen.
Heb 11:15 Und wenn sie an jenes gedacht hätten, von welchem sie ausgegangen waren, so hätten sie Zeit gehabt zurückzukehren.
Heb 11:16 Jetzt aber trachten sie nach einem besseren, das ist himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.

Eph 2:6 und hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in den himmlischen Örtern in Christo Jesu,


Peter

Das hat mit Kriegsdienst nichts zu tun. Das muß geistlich verstanden werden.

Paul

Ja. Wir sollten alles geistlich verstehen und das was oben ist suchen.
Kol 3:1 Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so suchet, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
Kol 3:2 Sinnet auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist;


Was ist damit gemeint?
Mt 26:52 Da spricht Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort; denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen.

Peter

Das giltet nur für die Situation in Gethsemane

Paul

Was ist mit Schwur und Fahneneid?
Jak 5:12 Vor allem aber, meine Brüder, schwöret nicht, weder bei dem Himmel, noch bei der Erde, noch mit irgend einem anderen Eide; es sei aber euer Ja ja, und euer Nein nein, auf daß ihr nicht unter Gericht fallet.

Peter

Das ist heute zum Beispiel in Deutschland kein Problem mehr. Da schwört man nicht. Man gelobt.

Paul

1. Und was ist in Ländern in denen der Eid verlangt wird?
2. Was war mit Christen im Weltkrieg? Also die lagen dann falsch und heute lägen wir richtig?

Übrigens lies Jak.5,12 genau. Mehr als ja ja oder nein nein ist Sünde. Da gibts auch kein Gelöbnis oder Versprechen. Da ist nur eine Erklärung also eine Aussage möglich. Lies auch: daß ihr nicht unter Gericht fallet.
Auch der Herr Jesus sprach über das Schwören. Mt.5,34-37

Peter

Stimmt. Das habe ich vorher so nicht gesehen.

Paul

Noch ein paar Gedanken: Das Reich des Herrn Jesus ist nicht von dieser Welt.
Joh 18:36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt wäre, so hätten meine Diener gekämpft, auf daß ich den Juden nicht überliefert würde; jetzt aber ist mein Reich nicht von hier.
Christen auch nicht.
1.Pet 2:9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;
Wo ist unser Land?
Phil 3:20 Denn unser Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland erwarten,

Noch herrschen wir nicht, was Kriegsdienst ausschließt.
Heb 10:12 Er aber, nachdem er ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht, hat sich auf immerdar gesetzt zur Rechten Gottes, fortan wartend,
Heb 10:13 bis seine Feinde gelegt sind zum Schemel seiner Füße.

Nicht im Krieg kämpfen ist unser Ding, sondern ausharren. Danach werden wir mittherrschen.
2.Tim 2:12 wenn wir ausharren, wörtl. untenbleiben so werden wir auch mitherrschen; wenn wir verleugnen, so wird auch er uns verleugnen;

Dennoch haben wir zu kämpfen.
Eph 6:12 Denn unser Kampf ist nicht wider Fleisch und Blut, sondern wider die Fürstentümer, wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern.

2.Tim 2:3 Nimm teil an den Trübsalen als ein guter Kriegsmann Jesu Christi.
2.Tim 2:4 Niemand, der Kriegsdienste tut, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, auf daß er dem gefalle, der ihn angeworben hat.

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